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Stage Analysis Strategie

Der Klassiker von Stan Weinstein: Kaufen, wenn eine Aktie aus der Bodenbildung in einen bestaetigten Aufwaertstrend uebergeht, verkaufen, wenn der Trend dreht.

Typ
Technisch
Trendfolge
Risiko
Mittel
Trefferquote
42,0%
über 355 Trades
Profitfaktor
6,43
Gewinn je Verlusteinheit
Multi-Asset Backtest · 10 US-Aktien
Performance seit 2007
+1652%
Compound (Zinseszins)
Ø Durchschnitt alle 10 Aktien (ab 2007)
149 Trades ab 2006 · Trefferquote 46.3% · Rendite p.a. 16.9%
Compound (Zinseszins): Gewinne werden reinvestiert. Jeder Trade wirkt auf das gewachsene Kapital. Marktstandard, aber idealisiert.
Startkapital: 10.000 € Endkapital:  
Kumulierte Rendite: +557%
Aktie Trades Treffer PF Gesamt
Nvidia NVDA 19 47,4% 16,58 +2045%
Amazon AMZN 20 45,0% 8,83 +1553%
Comcast CMCSA 53 43,4% 8,17 +1131%
UnitedHealth UNH 31 32,3% 4,04 +713%
Microsoft MSFT 35 45,7% 5,50 +647%
McDonald's MCD 55 40,0% 3,76 +560%
Adobe ADBE 32 56,2% 4,88 +524%
Walt Disney DIS 48 41,7% 3,87 +509%
Johnson & Johnson JNJ 45 33,3% 4,51 +447%
Mastercard MA 17 41,2% 7,36 +342%
Ø Durchschnitt alle 10 Aktien 355 42,0% 6,43 +557%
10Aktien
355Trades gesamt
42,0%Trefferquote
+67,33%Ø Gewinn
−7,93%Ø Verlust
6,43Profitfaktor
−24,2%Max Drawdown

Die Strategie geht auf einen bekannten Trendfolge-Ansatz aus der technischen Analyse zurück. Die Grundidee: Man kauft keine Tiefpunkte und rät keine Wenden, sondern steigt erst ein, wenn eine Aktie einen bestätigten Aufwärtstrend ausgebildet hat, und bleibt dabei, solange dieser Trend trägt. Dreht der Trend, wird verkauft. So werden die großen Aufwärtsbewegungen mitgenommen, während Fehlversuche früh begrenzt bleiben.

Getestet wurde der Ansatz auf 10 verschiedenen US-Aktien, von Tech über Konsum und Gesundheit bis Zahlungsdienstleister. Das Ergebnis ist über alle Titel hinweg positiv: alle 10 Aktien profitabel, jede mit einem Profitfaktor über 3,7. Die Trefferquote liegt bei rund 42,0 Prozent, aber die durchschnittlichen Gewinner (+67,33 %) sind ein Vielfaches größer als die durchschnittlichen Verlierer (−7,93 %). Das ist typisch für Trendfolge: viele kleine Fehlversuche, wenige sehr große Treffer.

📊 Was die Zahlen bedeuten

Ein Profitfaktor von 6,43 bedeutet: Für jeden verlorenen Euro wurden im Schnitt 6,43 Euro gewonnen. Der Vorteil kommt nicht aus einer hohen Trefferquote, sondern aus dem Verhältnis von Gewinn zu Verlust. Ein enger Ausstieg begrenzt Fehlversuche früh, während die großen Aufwärtstrends voll mitgenommen werden. Belegt über 355 Trades an 10 Aktien, mit Kurshistorien teils zurück bis in die 1970er-Jahre. Die konkreten Ein- und Ausstiegssignale liefert StratMatrix laufend, du musst das Regelwerk nicht selbst umsetzen.

So funktioniert die Strategie Schritt für Schritt

Der Ablauf in 4 Schritten
1

Phase erkennen

Jede Aktie durchläuft wiederkehrende Phasen: eine ruhige Bodenbildung, einen Aufwärtstrend, eine Topbildung und einen Abwärtstrend. Die Strategie beobachtet, in welcher Phase sich eine Aktie gerade befindet.

2

Einstieg beim Trendstart

Gekauft wird, wenn eine Aktie glaubhaft aus der Bodenphase in einen Aufwärtstrend übergeht. Der Einstieg erfolgt also am Beginn eines Trends, nicht auf einem Zwischenhoch.

3

Im Trend mitlaufen

Solange der Aufwärtstrend intakt bleibt, bleibt die Position bestehen, im Schnitt über mehrere Monate. So werden die wenigen großen Bewegungen voll mitgenommen.

4

Ausstieg bei Trendbruch

Sobald der Trend dreht und die Aktie in eine Top- oder Abwärtsphase übergeht, wird verkauft. Fehlversuche werden früh mit kleinem Verlust beendet, große Trends dagegen lange gehalten.

Wichtige Hinweise

Bevor du der Strategie folgst, solltest du ein paar Dinge einordnen können:

  • Niedrige Trefferquote ist Teil des Konzepts. Nur etwa vier von zehn Trades enden im Plus. Der Vorteil entsteht ausschließlich daraus, dass die Gewinner ein Vielfaches größer sind als die Verlierer. Wer bei jeder roten Position nervös wird, wird die Strategie kaum durchhalten.
  • Es braucht Geduld. Die großen Treffer entstehen über Monate, nicht über Tage. Positionen werden im Schnitt rund ein halbes Jahr gehalten. Das ist kein schnelles Trading, sondern trendfolgendes Mitlaufen.
  • Trends drehen nicht auf Kommando. Ein Teil der Gewinne wird beim Ausstieg wieder abgegeben, weil ein Trend erst als gebrochen erkannt werden muss. Das gehört dazu und lässt sich nicht wegoptimieren.
  • Diszipliniertes Umsetzen entscheidet. Der statistische Vorteil zeigt sich nur über viele Trades hinweg. Einzelne Signale auszulassen oder eigene Bauchentscheidungen einzustreuen, untergräbt genau den Effekt, der die Strategie profitabel macht.

Für wen eignet sich die Strategie?

Stage Analysis passt zu Anlegern, die einen langfristigen, ruhigen Ansatz suchen und Trends über Monate mitlaufen lassen möchten, statt täglich zu handeln. Wer die Geduld mitbringt, viele kleine Fehlversuche als Teil des Weges zu akzeptieren, um die wenigen großen Trends voll auszunutzen, findet hier eine Strategie mit einem sehr attraktiven Chance-Risiko-Verhältnis. Weniger geeignet ist sie für alle, die schnelle Ergebnisse oder eine hohe Trefferquote erwarten.