Kein Aufwärtstrend verläuft ohne Rücksetzer. Der S&P 500 korrigiert immer wieder, mal moderat, mal in ausgewachsenen Crashs. Diese Strategie macht sich das zunutze: Statt einen Boden zu erraten, kauft sie nach festen Regeln in die Schwäche hinein und wartet die Erholung ab.
Die Käufe orientieren sich am Rückgang gegenüber dem vorherigen Hoch. Verkauft wird die Position wieder, sobald sich der Markt deutlich erholt hat. So entsteht ein antizyklischer Ansatz, der günstige Einstiegskurse systematisch einsammelt, ohne auf Prognosen angewiesen zu sein.
Der Backtest läuft über den S&P 500 seit 1980, also über 46 Jahre inklusive aller großen Krisen: Schwarzer Montag 1987, Dotcom-Crash, Finanzkrise 2008 und der Corona-Einbruch 2020. Über 39 abgeschlossene Trades erreichte die Strategie eine Trefferquote von 92 % bei einem durchschnittlichen Trade-Ergebnis von +25,5 %. Von 39 Trades waren nur drei Verluste. Der stärkste zwischenzeitliche Rückgang lag bei rund −44 %.
Der Reiz der Strategie liegt in ihrer Disziplin: Sie kauft genau dann, wenn die meisten Anleger verkaufen, nach klaren Regeln statt aus dem Bauch heraus. Die Einstiege verteilen das Risiko über mehrere Kursniveaus. Anders als die gehebelten Varianten arbeitet diese Version ohne Hebel direkt auf dem Index, was die Rückgänge deutlich moderater hält.
Die durchschnittliche Haltedauer eines Trades lag bei rund 1,7 Jahren (etwa 433 Handelstage). Rechnet man die durchschnittliche Trade-Rendite von +25,5 % auf ein Jahr um, ergibt das rund +14 % pro Jahr für die Zeit, in der das Kapital tatsächlich investiert war. Wichtig: Das ist keine durchgehende Depotrendite. Zwischen den Trades hält die Strategie Cash, in dieser Zeit arbeitet das Kapital nicht. Die Kennzahl beschreibt die Verzinsung während der Haltephasen, nicht die Rendite eines dauerhaft voll investierten Depots.
Die genauen Einstiegsschwellen, der verwendete Indikator und seine Parameter, die Verkaufsregel sowie die praktische Umsetzung sind im Premium-Bereich verfügbar.