◈ Investment und Portfolio ○ Trading-Strategien

SPX Dip Ladder

Wenn der S&P 500 vom Hoch zurücksetzt, kauft diese Strategie antizyklisch in die Schwäche hinein und verkauft nach der Erholung. 92 % Trefferquote, Ø +25,5 % pro Trade, getestet über 39 Trades seit 1980.

Typ
Antizyklisch
Dip-Buying
Risiko
Mittel
Trefferquote
92,3%
über 39 Trades
Ø pro Trade
+25,5%
Durchschnittsgewinn
Backtest-Performance
Performance seit 1980
+1.572%
Kumuliert
Kumulierte Rendite: Summe aller Trade-Ergebnisse über den gesamten Zeitraum. Jeder Trade rechnet auf gleichen Einsatz.
Startkapital: 10.000 € Endkapital:  
39Trades
92,3%Trefferquote
+25,5%Ø pro Trade
+1.572%Kumuliert
−44,1%Max Drawdown
~+14%Ø p.a. (Haltedauer)*
ohneHebel

Kein Aufwärtstrend verläuft ohne Rücksetzer. Der S&P 500 korrigiert immer wieder, mal moderat, mal in ausgewachsenen Crashs. Diese Strategie macht sich das zunutze: Statt einen Boden zu erraten, kauft sie nach festen Regeln in die Schwäche hinein und wartet die Erholung ab.

Die Käufe orientieren sich am Rückgang gegenüber dem vorherigen Hoch. Verkauft wird die Position wieder, sobald sich der Markt deutlich erholt hat. So entsteht ein antizyklischer Ansatz, der günstige Einstiegskurse systematisch einsammelt, ohne auf Prognosen angewiesen zu sein.

Der Backtest läuft über den S&P 500 seit 1980, also über 46 Jahre inklusive aller großen Krisen: Schwarzer Montag 1987, Dotcom-Crash, Finanzkrise 2008 und der Corona-Einbruch 2020. Über 39 abgeschlossene Trades erreichte die Strategie eine Trefferquote von 92 % bei einem durchschnittlichen Trade-Ergebnis von +25,5 %. Von 39 Trades waren nur drei Verluste. Der stärkste zwischenzeitliche Rückgang lag bei rund −44 %.

📌 Antizyklisch statt Bauchgefühl

Der Reiz der Strategie liegt in ihrer Disziplin: Sie kauft genau dann, wenn die meisten Anleger verkaufen, nach klaren Regeln statt aus dem Bauch heraus. Die Einstiege verteilen das Risiko über mehrere Kursniveaus. Anders als die gehebelten Varianten arbeitet diese Version ohne Hebel direkt auf dem Index, was die Rückgänge deutlich moderater hält.

* Was „Ø p.a. (Haltedauer)" bedeutet

Die durchschnittliche Haltedauer eines Trades lag bei rund 1,7 Jahren (etwa 433 Handelstage). Rechnet man die durchschnittliche Trade-Rendite von +25,5 % auf ein Jahr um, ergibt das rund +14 % pro Jahr für die Zeit, in der das Kapital tatsächlich investiert war. Wichtig: Das ist keine durchgehende Depotrendite. Zwischen den Trades hält die Strategie Cash, in dieser Zeit arbeitet das Kapital nicht. Die Kennzahl beschreibt die Verzinsung während der Haltephasen, nicht die Rendite eines dauerhaft voll investierten Depots. Die konkreten Ein- und Ausstiegssignale liefert StratMatrix laufend, du musst das Regelwerk nicht selbst umsetzen.

So funktioniert die Strategie Schritt für Schritt

Der Ablauf in 4 Schritten
1

Rückgang abwarten

Die Strategie wird erst aktiv, wenn den S&P 500 spürbar von seinem vorherigen Hoch zurücksetzt. Ein kleiner Rücksetzer reicht nicht, es braucht eine echte Schwächephase.

2

Gestaffelt einsteigen

Je tiefer der Markt fällt, desto mehr wird nachgekauft, verteilt über mehrere Kursniveaus. So sinkt der durchschnittliche Einstiegskurs mit jedem weiteren Rückgang, statt alles auf einen Schlag zu setzen.

3

Erholung aussitzen

Die Positionen werden gehalten, bis sich der Markt deutlich erholt hat. Das kann Wochen bis über ein Jahr dauern, Geduld ist hier Teil der Strategie.

4

Nach der Erholung verkaufen

Sobald der Markt sich ausreichend erholt hat, wird die gesamte Position wieder verkauft. Der Gewinn ergibt sich aus dem günstigen Durchschnittseinstieg während der Schwächephase.

Wichtige Hinweise

Bevor du der Strategie folgst, solltest du ein paar Dinge einordnen können:

  • Hohe zwischenzeitliche Rückgänge. Die Strategie kauft in fallende Kurse hinein, bevor die Erholung kommt. Zwischenzeitliche Buchverluste von −44,1% sind vorgekommen und gehören zum Ansatz. Man muss sie aushalten können.
  • Kapital ist teils lange gebunden. Eine Position kann über ein Jahr laufen, bis sich der Markt erholt. In dieser Zeit ist das eingesetzte Kapital gebunden und arbeitet nur, wenn die Erholung eintritt.
  • Ohne Hebel, aber trotzdem antizyklisch. Diese Variante arbeitet direkt auf dem Index ohne Hebelprodukt, was sie deutlich ruhiger macht als die gehebelten Geschwister, aber sie kauft trotzdem bewusst in fallende Kurse.
  • Cash-Phasen zwischen den Trades. Die Strategie ist nicht dauerhaft investiert. Zwischen den Rücksetzern hält sie Cash und wartet. Die hohe Rendite pro Trade ist daher nicht mit einer durchgehenden Depotrendite zu verwechseln.

Für wen eignet sich die Strategie?

Die SPX Dip Ladder passt zu Anlegern, die antizyklisch denken, Geduld mitbringen und zwischenzeitliche Buchverluste aushalten können. Wer die Nerven hat, in eine Schwächephase hinein zu kaufen und die Erholung abzuwarten, findet hier einen disziplinierten, regelbasierten Ansatz ohne Hebel. Weniger geeignet ist sie für alle, die schnelle Ergebnisse erwarten oder bei Rücksetzern nervös werden.