"Sell in May and go away" ist eines der bekanntesten Börsensprichwörter. Dahinter steckt eine einfache Beobachtung: Die Monate November bis April sind historisch deutlich stärker als Mai bis Oktober. Wer nur in der starken Jahreshälfte investiert und den Sommer draußen bleibt, hat weniger Risiko und oft mehr Rendite.
Der Backtest zeigt, was passiert wenn man das konsequent umsetzt: Kauf Ende Oktober, Verkauf Ende April. Nur 7 Monate pro Jahr investiert. Kein aktives Trading, kein Timing. Das Ergebnis über 47 Jahre: DAX +512%.
Die Gründe sind nicht abschließend geklärt, aber mehrere Faktoren spielen eine Rolle: Urlaubszeit und geringere Handelsvolumina im Sommer, saisonale Mittelabflüsse aus Fonds, politische Budgetzyklen und das psychologisch schwächere Umfeld nach dem Frühlingshoch. Der Effekt ist weltweit dokumentiert und seit Jahrzehnten statistisch belegt.
Die genauen Ein- und Ausstiegszeitpunkte, Varianten der Strategie (mit und ohne Filterregeln), Stop-Loss-Überlegungen, die Umsetzung als ETF-Strategie sowie der direkte Vergleich Sommer gegen Winter-Performance werden in Kürze im Premium-Bereich verfügbar sein.
Stärken und Schwächen
- Sehr hohe Trefferquote: 78,7% fast 4 von 5 Jahren im Plus
- Extrem langer Backtest: 47 Jahre, sehr breite Datenbasis
- Einfach umsetzbar nur 2 Transaktionen pro Jahr
- Weltweit dokumentierter und replizierter Effekt
- Nur 7 Monate investiert Kapital liegt 5 Monate des Jahres brach
- Kein Stop-Loss: Verlustjahre können zweistellig sein
- Effekt ist breit bekannt könnte sich abschwächen
- Steuerlich ungünstig durch jährliche Realisierung
Für wen eignet sich die Strategie?
Sell in May eignet sich für Anleger, die minimalem Aufwand mit einem klaren Kalenderrhythmus schätzen. Nur zwei Transaktionen pro Jahr, keine tägliche Beobachtung nötig. Ideal als Beimischung zu einem langfristigen Portfolio oder als eigenständige Strategie für geduldige Anleger, die den Sommer lieber entspannt genießen.