Die NDX Dip Ladder Faktor 2 überträgt den antizyklischen Ansatz auf den Nasdaq 100 und setzt dabei einen Faktor-2-ETF ein, der die tägliche Indexbewegung verdoppelt. Auch spätere Einbrüche werden erneut genutzt, nicht nur der erste. Damit liegt sie zwischen der SPX Dip Ladder Faktor 2 und der offensiveren NDX Dip Ladder Faktor 3.
Der zweifache Hebel wirkt in beide Richtungen verstärkt. In Erholungsphasen entstehen dadurch hohe Trade-Renditen. Im Gegenzug sind die zwischenzeitlichen Rückgänge entsprechend ausgeprägt: Der stärkste Kontorückgang im Test lag bei rund −47 %. Diese Strategie richtet sich an Anleger mit hoher Risikobereitschaft.
Faktor-2-ETFs verdoppeln die tägliche Kursbewegung und unterliegen einem Pfadabhängigkeits-Effekt: In stark schwankenden Seitwärtsphasen kann die Wertentwicklung hinter dem doppelten Indexergebnis zurückbleiben. Der Backtest deckt den Zeitraum 2008 bis 2026 ab, inklusive Finanzkrise, und zeigt einen zwischenzeitlichen Rückgang von rund 47 %. Ein solches Produkt eignet sich nur für einen kleinen, bewusst gewählten Anteil des Depots.
Im getesteten Zeitraum erzielte die Strategie über 15 Trades eine durchschnittliche Trade-Rendite von +88,6 % bei einer Trefferquote von 93 %. Von 15 Trades war nur einer ein Verlust. Die kumulierte Kontoentwicklung über den gesamten Zeitraum lag bei +2.123 %.
Die durchschnittliche Haltedauer eines Trades lag bei rund 1,3 Jahren (etwa 335 Handelstage). Rechnet man die durchschnittliche Trade-Rendite von +88,6 % auf ein Jahr um, ergibt das rund +62 % pro Jahr für die Zeit, in der das Kapital tatsächlich investiert war. Wichtig: Das ist keine durchgehende Depotrendite. Zwischen den Trades hält die Strategie Cash, in dieser Zeit arbeitet das Kapital nicht. Die Kennzahl beschreibt also die Verzinsung während der Haltephasen, nicht die Rendite eines dauerhaft voll investierten Depots. Die konkreten Ein- und Ausstiegssignale liefert StratMatrix laufend, du musst das Regelwerk nicht selbst umsetzen.
So funktioniert die Strategie Schritt für Schritt
Rückgang abwarten
Die Strategie wird erst aktiv, wenn den Nasdaq 100 spürbar von seinem vorherigen Hoch zurücksetzt. Ein kleiner Rücksetzer reicht nicht, es braucht eine echte Schwächephase.
Gestaffelt einsteigen
Je tiefer der Markt fällt, desto mehr wird nachgekauft, verteilt über mehrere Kursniveaus. So sinkt der durchschnittliche Einstiegskurs mit jedem weiteren Rückgang, statt alles auf einen Schlag zu setzen.
Erholung aussitzen
Die Positionen werden gehalten, bis sich der Markt deutlich erholt hat. Das kann Wochen bis über ein Jahr dauern, Geduld ist hier Teil der Strategie.
Nach der Erholung verkaufen
Sobald der Markt sich ausreichend erholt hat, wird die gesamte Position wieder verkauft. Der Gewinn ergibt sich aus dem günstigen Durchschnittseinstieg während der Schwächephase.
Wichtige Hinweise
Bevor du der Strategie folgst, solltest du ein paar Dinge einordnen können:
- Hohe zwischenzeitliche Rückgänge. Die Strategie kauft in fallende Kurse hinein, bevor die Erholung kommt. Zwischenzeitliche Buchverluste von −47,1% sind vorgekommen und gehören zum Ansatz. Man muss sie aushalten können.
- Kapital ist teils lange gebunden. Eine Position kann über ein Jahr laufen, bis sich der Markt erholt. In dieser Zeit ist das eingesetzte Kapital gebunden und arbeitet nur, wenn die Erholung eintritt.
- Der Hebel wirkt in beide Richtungen. Diese Variante nutzt einen Faktor-2-ETF auf den technologielastigen Nasdaq 100. Der Hebel verstärkt Renditen wie Rückgänge deutlich. Diese Variante ist deutlich riskanter als die ungehebelte und nur für erfahrene, risikobewusste Anleger geeignet.
- Cash-Phasen zwischen den Trades. Die Strategie ist nicht dauerhaft investiert. Zwischen den Rücksetzern hält sie Cash und wartet. Die hohe Rendite pro Trade ist daher nicht mit einer durchgehenden Depotrendite zu verwechseln.
Für wen eignet sich die Strategie?
Diese gehebelte Variante passt ausschließlich zu erfahrenen, risikobewussten Anlegern, die die verstärkten Schwankungen bewusst in Kauf nehmen und zwischenzeitliche Rückgänge von −47,1% aushalten können. Der Hebel bringt höhere Renditen, aber auch deutlich höhere Risiken. Für sicherheitsorientierte Anleger oder Einsteiger ist sie nicht geeignet.